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Presseerklärung
Höchster türkischer Gerichtshof fordert lebenslängliche Haft für Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Pinar Selek
Köln, 16.02.10 – Der oberste türkische Gerichtshof fordert für Pinar Selek, Autorin und Menschenrechtsaktivistin die Höchststrafe von 36 Jahren in kompletter Isolation – trotz längst und mehrfach erwiesener Unschuld. Vor zwölf Jahren war Selek von dem Vorwurf frei gesprochen worden, 1998 einen Bombenanschlag auf einen Basar in Istanbul verübt zu haben.
Das KulturForum TürkeiDeutschland protestiert gegen diesen erneuten Versuch einiger Kreise in der Türkei, in Zeiten politischer Umwälzungen eine mutige Kämpferin für die Rechte von Minderheiten mundtot zu machen und ruft zu einer breiten Solidaritätskampagne für Pinar Selek auf.
Pinar Selek ist zur Zeit Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN-Zentrums. 2009 erhielt sie den vom türkischen PEN-Zentrum ausgeschriebenen Duygu-Asena-Preis. In der Begründung hieß es, Selek kämpfe "trotz des erlittenen großen Unrechts unermüdlich für Frauenrechte, Demokratie und Frieden in der Türkei" und habe "mit ihrem neuen Werk Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt: Männliche Identitäten auch auf internationaler Ebene Aufmerksamkeit erweckt". Das Buch erscheint im März auf Deutsch.
Wir bitten alle Journalisten, Essayisten und Publizisten unseres Landes, Pinar Selek zu unterstützen, indem sie ihren Fall der Öffentlichkeit bekannt machen.
Eine mehrsprachige Solidaritätskampagne für die Autorin und weitere Informationen auf Deutsch finden Sie im Internet (>>hier)
Solidaritätsaufruf des deutschen P.E.N. (>>hier) Prozessverlauf (>>hier)
Weitere Information erhalten Sie von uns gerne auf Anfrage.
Kontakt: Dorte Huneke
Telefon: 0221 120 90 680
eMail: dorte.huneke@das-kulturforum.de
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