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Hrant Dink Forum Köln

Soirée en hommage à Hrant Dink


Im Rahmen einer Hommage an Hrant Dink wurde am 30. Januar 2012 in Paris die Dokumentation "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte gezeigt. Mairie du 10e Paris, 72 rue du Faubourg Saint-Martin, 75010 Paris, France

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[Januar 2012]


Wanderausstellung in Bochum


Am 9. Februar 2012 um 18 Uhr werden im Rahmen der Ausstellung "Erinnerungen an eine neue Heimat - Aus dem Leben deutscher Istanbulerinnen und türkischer Berlinerinnen" in Bochum die zwei begleitenden Filme gezeigt. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz hatte die Ausstellung am 3. Februar eröffnet. Albert-Schmidt-Haus (Heuversstraße 2, 44793 Bochum), in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum und IFAK e.V. Finissage: 9. März 2012. Rahmenprogramm: Flyer (>>HIER), Plakat (>>HIER)

Ein Projekt des KulturForum TürkeiDeutschland unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Teil der Ernst Reuter Initiative für Dialog und Verständigung der Kulturen.

Mehr INFORMATIONEN und weitere TERMINE (>>HIER KLICKEN)

[Februar 2012]


Buchvorstellung: "Auf Zeit. Für immer"


Eindringliche, teils erschütternde Lebensgeschichten türkischer Einwanderer. Wer glaubt, schon alles zu wissen, wird differenzieren lernen, wer Vorurteile hat, bekommt sie widerlegt. Lest dieses Buch!
Günter Wallraff

Am 8. Februar 2012 um 19:30 Uhr wird im Südbahnhof Krefeld das Buch "Auf Zeit. Für immer - Zuwanderer aus der Türkei erinnern sich" vorgestellt (Bundeszentrale für politische Bildung/Kiepenheuer & Witsch, hrsg. von Dorte Huneke/Jeannette Goddar, mit Beiträgen von Günter Wallraff, Barbara John, Osman Okkan u.a.)

Mehr (>>HIER)

Ausschnitte aus dem Buch (>>HIER)     Pressestimmen (>>HIER)

[Januar 2012]


"Menschenlandschaften - İnsan Manzaraları"


Die Filmreihe "Menschenlandschaften - Sechs Autorenportraits der Türkei" von Osman Okkan ist als DVD-Edition mit 6 DVDs inklusive Begleitheften auf Deutsch und Türkisch erschienen!

Die Reihe umfasst Portraits der Autoren Nazım Hikmet, Yaşar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Şafak, Murathan Mungan und Aslı Erdoğan. Sie wurde im Dezember 2010 im WDR ausgestrahlt. Spezielle Unterrichtsmaterialien sind über die Internetseite von Planet Schule im WDR kostenlos herunterzuladen (>>HIER).

Die von der Robert Bosch Stiftung und der Act Videoproduktion GmbH finanzierte Edition basiert teilweise auf Aktualisierungen früherer WDR/ARTE-Portraits.

Die Begleithefte enthalten Essays über die Dichter von Cornelius Bischoff, Erika Glassen, Altan Gökalp, Dietrich Gronau, Iris Radisch, Hubert Spiegel, Sibylle Thelen.

An der Universität Duisburg-Essen fand im Sommersemester 2011 ein Blockseminar zur Filmreihe statt. Das Angebot wird im Wintersemester 2011/12 und im Sommersemester 2012 fortgesetzt.

6 DVDs à 30 Min., Deutsch, Türkisch/Almanca, Türkçe, € 29,90, ermäßigt 19,90 (zzgl. Versand € 4,10)

Für mehr INFORMATIONEN und weitere TERMINE: (>>HIER KLICKEN)

[Dezember 2011]


In memoriam Hrant Dink: 5. Todestag


Anlässlich des fünften Todestages von Hrant Dink fand am 20. Januar 2012 eine Gedenkfeier in Köln statt. Zu den Gästen gehörten Fethiye Cetin, Anwältin der Familie Dink aus Istanbul, SE Erzbischof Karekin Bekdjian, Cem Özdemir u.a. 

Am 22. Januar stellte Fethiye Cetin ihr Buch "Meine Großmutter. Erinnerungen" vor. Moderation und Übersetzung: Tevfik Turan. Am 23. Januar präsentierte Muriel Mirak Weissbach ihr Buch "Jenseits der Feuerwand". Dr. Alper Öktem, Stiftungsbeirat Hrant Dink Stiftung Istanbul informierte über aktuelle Projekte der Stiftung. Moderation: Dorte Huneke

Mehr (>>HIER)

[Januar 2012]


Buchvorstellung: Globales Gewissen


Am 13. Januar stellte Prof. Dr. Mehmet Altan sein aktuelles Buch "Küresel vicdan - Globales Gewissen" in Köln vor. Moderation: Osman Okkan (KulturForum TürkeiDeutschland). Ort: Bühne der Kulturen

[Januar 2012]


KulturForum erhält Kulturpreis 2011


Das KulturForum TürkeiDeutschland wurde im November 2011 mit dem Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft ausgezeichnet.

Beharrliches Engagement, hochwertige Projekte und ein Dialog auf Augenhöhe seien die Garanten des Erfolgs und der nachhaltigen Wirkung.

Mehr Informationen (>>HIER)

Pressemitteilung KuPoGe (>>HIER)

Pressemitteilung KulturForum (>>HIER)


Denkmal für Gastarbeiter


Am 30. Oktober 2011 wurde am Münchner Hauptbahnhof durch Oberbürgermeister Christan Ude ein Kunstwerk von Gülcan Turna enthüllt: Die türkeistämmige Münchner Bildhauerin gewann einen Wettbewerb des KulturForum zur Gestaltung eines künstlerischen Zeichens zur Würdigung der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aller Anwerbestaaten, die zwischen 1955 und 1973 (Anwerbestopp) auf Gleis 11 am Münchner Hauptbahnhof ankamen.

Ein Projekt des KulturForum, gefördert von: Kulturreferat der Landeshauptstadt München im Rahmen von "München sagt Danke"BGAG, Daimler AG. Mit freundlicher Unterstützung der Bahn AG.

Karte als PDF (>>HIER HERUNTERLADEN)

Fotos, Bayerischer Rundfunk (>>HIER)

[Oktober 2011]


Yaşar-Kemal-Abend auf der Buchmesse Ruhr


Am 17.  Oktober wurde auf der deutsch-türkischen Buchmesse Ruhr 2011 die Sonderedition der deutschen Ausgabe des Kultromans "Memed mein Falke" von Yaşar Kemal vorgestellt - mit Yaşar Kemal (per Videoschaltung), Cem Özdemir, Cornelius Bischoff, Friederike C. Raderer, Osman Okkan.

Die Buchmesse findet noch bis 23. Oktober 2011 mit 45 Veranstaltungen und Ausstellungen an 36 Orten unter dem Motto "1001 Nachtschichten – 50 Jahre türkische Einwanderung" statt. Mehr zum Programm (>>HIER)


"Qual der Wahl – Wie wollen wir leben?"


Am 1. November 2011 veranstaltete das Literaturhaus Köln in Kooperation mit dem KulturForum und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW einen Diskussionsabend mit der Autorin Julia Franck, der Politikerin Lale Akgün und dem Philosophen Robert Spaemann zum Thema "Qual der Wahl – Wie wollen wir leben?" Das interdisziplinäre Gespräch über das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen moderierte Jenny Friedrich-Freksa, Chefredakteurin der Zeitschrift Kulturaustausch

Mehr Informationen (>>HIER)

[November 2011]


Tag des inhaftierten Schriftstellers


Am 15. November 2011 fand im kleinen Sendesaal des WDR am Wallraffplatz in Köln zum Tag des inhaftierten Schriftstellers eine Veranstaltung mit Gästen aus der Türkei statt.

Neben Gesprächen und Lesungen wurden die sechs Filme der Dokumentarfilmreihe "Menschenlandschaften. Sechs Autorenportraits der Türkei" von Osman Okkan gezeigt. 

Veranstalter: PEN Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland in Kooperation mit WDR, KulturForum TürkeiDeutschland, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Köln, Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, Zentrum für verfolgte Künste, Armin T. Wegener-Gesellschaft, gefördert durch das Auswärtige Amt und die Stadt Köln.

Mehr Informationen (>>HIER)


50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei


Zum 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei im Oktober 2011 führte das KulturForum mit anderen Organisationen und Institutionen aus Deutschland und der Türkei Projekte und Veranstaltungen durch.

Das KulturForum gründete zu diesem Zweck eine Projektpartnerschaft mit:

Mehr unter: www.50jahre-migration-tuerkei.de

[November 2011]


Deutsch-türkische Medienperspektiven


Mit einer Abschlusstagung in Bergisch Gladbach vom 17.-19. Juni wurde das diesjährige deutsch-türkische Journalistenprogramm des KulturForum und der Robert Bosch Stiftung für deutsche Medienvertreter erfolgreich abgeschlossen. Im April endete das parallel geführte Programm für Journalisten aus der Türkei.

Zu den Referenten gehörten Christiane Schlötzer (Süddeutsche Zeitung), Daniel Steinvorth (Der Spiegel), Karen Krüger (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ercan Karakoyun (Forum für Interkulturellen Dialog), Yılmaz Karahasan (IG Metall) und Zülfiye Kaykın (Landesregierung NRW). 

Das Journalistenprogramm zur Vertiefung der deutsch-türkischen Beziehungen wird seit 2005 vom KulturForum und der Robert Bosch Stiftung durchgeführt.

[Juni 2011]


Mit Feridun Zaimoğlu im Oberbergischen


Zum Internationalen Museumstag 2011 fand im historischen Museum Haus Dahl am 15. Mai eine Veranstaltung unter dem Motto "Museen, unser Gedächtnis! Ländliches Leben im Kulturvergleich: Oberberg – Zentralanatolien 19. /20. Jahrhundert" statt. 

Nach einer Einführung über ländliches Leben im Oberbergischen von Silke Engel (Museum Schloss Homburg), stellte der Ethnologe Dr. Andus Emge das UNESCO-Weltkulturerbe Kappadokien in der Türkei vor. Feridun Zaimoğlu las aus seinem Roman "Leyla". Das Gespräch moderierte Dorte Huneke (KulturForum).

Die Veranstaltung des Museum Schloss Homburg in Kooperation mit dem KulturForum war eine Fortsetzung der Migrations-Projekt-Reihe: "Ankommen. Zuwanderung ins Oberbergische nach 1945" (2008) und "Was geht ab? Oberbergische Zuwanderer zwischen den Kulturen" (2010).

Programm (>>HIER, PDF)

[Mai 2011]


Doğan Akhanlı im Literaturhaus Köln


Am 20. April war der türkeistämmige Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı zu Gast im Literaturhaus Köln und stellte seinen Roman "Die Richter des Jüngsten Gerichts" (Verlag Kitab 2007) vor, eine teils poetische, teils bitter-satirische Darstellung der türkischen Geschichte im Zeichen des Völkermords an den Armeniern. Die deutsche Übersetzung las Heidrun Grote. Musikalische Begleitung: Anton Peisakhov (Cello) und Koryun Asatryan (Duduk, Saxophon).

Die Veranstaltung unter dem Motto "Mehr als ein politischer Fall" fand statt in Kooperation mit dem KulturForum TürkeiDeutschland.

[April 2011]


Journalistenprogramm im sechsten Jahr


Mit einer einführenden Wochenendtagung vom 15.-17. April in Düsseldorf startete das deutsch-türkische Journalistenprogramm des KulturForum und der Robert Bosch Stiftung in die sechste Runde. Zu den Referenten gehörten der ehem. Integrationsminister NRW Armin Laschet, die Islamwissenschaftlerin Dr. Armina Omerika, Mitglied der Deutschen Islam Konferenz, Cemal Karakaş von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, der Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı u.a.. Die 16 Vertreter deutscher Medien reisen Anfang Mai für eine Woche in die Türkei.

Programm und Bilder von der Tagung (>>HIER)

[April 2011]


"Mordakte Hrant Dink" in Ankara


Auf dem 22. Internationalen Filmfestival in Ankara wurde am 21. und 27. März die preisgekrönte Dokumentation “Mordakte Hrant Dink. Armenier in der Türkei” (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte gezeigt.

Am 28. März wurde die Verhandlung im Mordprozess Hrant Dink in Istanbul fortgesetzt.

Mehr Infos zum Film: (>>HIER)     Mehr Infos zum Festival: (>>HIER)

[März 2011]


Zülfü Livaneli auf Lesereise in Deutschland


Vom 22.-24. März war der bekannte türkische Künstler und Politiker Zülfü Livaneli auf einer Lesereise durch Deutschland unterwegs, um seine Biographie "Roman meines Lebens. Ein Europäer vom Bosporus" (Klett-Cotta 2011) vorzustellen.

22. März, Lesung und Gespräch im Auswärtigen Amt in Berlin in der Reihe "Kulturen im Dialog"
Begrüßung durch Staatssekretär Ruthard Born
Auf Deutsch vorgetragen von Mario Adorf
Moderation: Osman Okkan, KulturForum

23. März 2011, lit.COLOGNE, Lesung und Gespräch im Comedia-Theater in Köln. Auf Deutsch vorgetragen von Mario Adorf. Moderation: Osman Okkan, KulturForum.

24. März 2011, Lesung und Gespräch im Literaturhaus in Stuttgart
Auf Deutsch vorgetragen von Reinhold Ohngemacht, Übersetzung Sebnem Bahadir. Moderation: Osman Okkan, KulturForum.

26. März 2011, lit.COLOGNE, Lesung und Gespräch mit Orhan Pamuk aus seinem Roman "Cevdet und seine Söhne". Deutsche Übersetzung und auf Deutsch vorgetragen von Recai Hallaç. Moderation: Hubert Spiegel, F.A.Z.

[März 2011]


Tagung: Die Türkei und Deutschland


Vom 4.-6. März fand an der Katholischen Akademie Schwerte in Kooperation mit dem KulturForum TürkeiDeutschland die Tagung "Die Türkei und Deutschland. Diagnosen zu einem schwierigen Verhältnis" statt, u.a. mit Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung), Ulrich Pick (ARD), Prof. Dr. Barbara John (Berliner Senat). Im Rahmen der Tagung wurde die KulturForum-Ausstellung "Erinnerungen an eine neue Heimat. Aus dem Leben deutscher Istanbulerinnen und türkischer Berlinerinnen" vorgestellt.

Programm (>>HIER HERUNTERLADEN, PDF)

[März 2011]


Diskussion: "Freiheit geht nur gemeinsam"


Unter dem Motto "Freiheit geht nur gemeinsam" fand am 5. Februar 2011 in der Alten Feuerwache in Köln ein Abend mit Doğan Akhanlı statt. Der Kölner Autor berichtet von seiner Haft in der Türkei - und seinen zahlreichen Mitgefangenen, die vor allem aus politischen Motiven angeklagt sind, und denen deutlich weniger Aufmerksamkeit zuteil wird. Mit Akhanlı auf dem Podium waren die türkische Soziologin Pınar Selek, von lebenslanger Haft in der Türkei bedroht, und Murat Çakır, (Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen). Das Gespräch wurde moderiert von dem Journalisten Albrecht Kieser. (Foto: Manfred Wegener)

fileadmin/kulturforum_upload/docs/Dogan_Akhanl__305_/EinAbendmitDog_anAkhanl_.pdf

Veranstalter: Allerweltshaus, Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland, GEW-Köln, haGalil, KulturForumTürkeiDeutschland, Menschenrechtsverein Türkei Deutschland (Tüday), NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Recherche International, Öffentlichkeit gegen Gewalt, PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland (Exil-PEN), Rheinisches JournalistINNenBüro, VS-Verband der Schriftsteller, Bezirk Köln u.v.a.

[Februar 2011]


Hintergrundgespräch bei Angela Merkel


Am 24. November empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine Gruppe leitender Redakteure türkischsprachiger Medien in Deutschland zu einem Hintergrundgespräch im Kanzleramt.

Die Journalisten folgten einer Einladung des KulturForum TürkeiDeutschland. Ein ähnliches Gespräch hatte bereits im vergangenen Jahr stattgefunden.

Vertreter des KulturForum überreichten der Bundeskanzlerin unter anderem DVDs mit TV-Dokumentationen über die Ehrenvorsitzenden des KulturForum Günter Grass und Yaşar Kemal, und Dossiers über die umstrittenen Justizfälle Doğan Akhanlı und Pınar Selek. Außerdem ein Foto von Günay Ulutunçok aus den Beständen des Dokumentationszentrums und Museums für Migration aus Deutschland (DOMiD) in Köln.

Frau Merkel betonte im Gespräch die Bedeutung des kulturellen und medialen Austausches zwischen türkischstämmigen Bürgern und der deutschen Bevölkerung. Dem 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei im Oktober 2011 messe die Bundesregierung eine besondere Bedeutung bei.

Das KulturForum informierte die Bundeskanzlerin über die laufenden Medien- und Kulturprojekte, die seit mehreren Jahren, unter anderem mit der Robert Bosch Stiftung, durchgeführt werden.

Das Gespräch fand auf Wunsch des Kanzleramtes in einem kleineren Kreis statt und wurde bis auf die Eröffnungsrede der Kanzlerin als vertraulich gekennzeichnet.

Fotos: Bundesregierung, Steffen Kugler

Fotos (>>HIER HERUNTERLADEN)

[November 2010]


"Kölner Künstlerinnen und Künstler lesen für die Freiheit"


Am 31. Oktober fand im Forum Volkshochschule im Museum in Köln eine Solidaritätsveranstaltung für den im August 2010 verhafteten Kölner Schriftsteller Doğan Akhanlı statt.

Prominente Kölner Autoren lasen Texte von Doğan Akhanlı und diskutierten zum Thema, darunter: Günter WALLRAFF, Navid KERMANI - Renan DEMİRKAN - Fatih ÇEVIKKOLLU - Pınar SELEK - Lale AKGÜN - Tanya URY.

Mit Grußwortadressen des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters und der Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes.
Ansprache: Christa Schuenke (Vizepräsidentin P.E.N.-Zentrum Deutschland)
Moderation: Osman Okkan (KulturForum TürkeiDeutschland)
Musikalischer Rahmen: Mehmet Akbaş & Band

Zu den Unterstützern einer internationalen Kampagne für die Freilassung Akhanlıs gehören Günter GRASS, Yaşar KEMAL, Orhan PAMUK, Edgar HILSENRATH, Mikis THEODORAKIS, Zülfü LIVANELI.

Veranstalter: Literaturhaus Köln e.V., NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Volks-hochschule Köln, Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Allerweltshaus, KulturForum TürkeiDeutschland e.V.
Unterstützer: P.E.N.-Zentrum Deutschland, Kulturamt der Stadt Köln, Heinrich-Böll-Stiftung, Menschenrechtsverein Türkei / Deutschland (TÜDAY) e.V., Stadtbibliothek Köln, Zentralrat der Armenier, Lew Kopelew Forum, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen.

Der erste Prozesstermin wurde auf den 8. Dezember 2010 gelegt. Der Kölner Verein Recherche International veröffentlichte dazu am 27. September eine Pressemitteilung (>>PDF, HIER LESEN)

Weitere Pressemitteilungen & Informationen (>>HIER LESEN)

Pressestimmen zur Veranstaltung (>>HIER LESEN)

[Oktober]


Ein Abend für Aziz Nesin


Am 26. Oktober fand im Rahmen der Buchmesse RUHR 2010 an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, ein Aziz-Nesin-Abend statt. 

Der bekannte türkische Schriftsteller und Satiriker (1915-1995) war bis zu seinem Tod ein Freund und Unterstützer des KulturForum Türkei Deutschland.

Der Film "Satire als politische Waffe", ein Portrait des Schriftstellers Aziz Nesin von Osman Okkan und Simone Sitte (WDR, 2000), wurde gezeigt.

Anschließend diskutierten auf dem Podium Prof. Dr. Klaus Liebe-Harkort, Leiter des Fördervereins für die Nesin-Stiftung, Dr. Dietrich Gronau, Schriftsteller
Osman Okkan, KulturForum TürkeiDeutschland. Moderation: Fikret Güneş.

Einladungsflyer  (>>PDF, HIER KLICKEN)

[Oktober 2010]


Prozess gegen Doğan Akhanlı


Am 28. August reichte der Istanbuler Staatsanwalt Hüseyin Ayar - trotz fehlender Beweise und entlastender Zeugenaussagen - bei der 11. Strafkammer des Strafgerichts in Istanbul seine Anklage gegen den deutschen Schriftsteller und Menschenrechtler Doğan Akhanlı ein. Das Gericht hat die Klage angenommen. Der erste Verhandlungstermin wurde auf den 8. Dezember 2010 angesetzt.

Das KulturForum TürkeiDeutschland setzt sich zusammen mit zahlreichen Kölner und bundesweiten Organisationen und Vereinen für eine sofortige Freilassung des Kölner Autors ein, dessen Haft auf fragwürdigsten staatsanwaltlichen Ermittlungen beruht.

PRESSE - BASIN - PRESS:

JURISTISCHER HINTERGRUND (>>HIER LESEN)
HUKUKSAL BELGELER
(>>BURAYA TIKLAYIN)

SOLIDARITÄT - DAYANIŞMA - SOLIDARITY:

Der Schriftsteller Doğan Akhanlı:

[August/September 2010]


Karikaturen-Ausstellung in Köln


Vom 4.-22. Oktober wurde im Spanischen Bau des Kölner Rathauses die Ausstellung "Die Nase des Sultans – Karikaturen aus der Türkei" gezeigt. Die Ausstellung präsentiert Klassiker der Karikatur aus den fünfziger Jahren wie Turhan Selçuk und Tan Oral, aber auch Werke jüngerer türkischer Zeichner. Kuratiert wurde die Ausstellung von Sabine Küper-Büsch und Thomas Büsch in Kooperation mit dem Museum der Weltkulturen Frankfurt und der Friedrich-Ebert Stiftung Türkei. In Köln wurde die Ausstellung präsentiert vom KulturForum, unterstützt durch die Stadt Köln und die Friedrich Ebert Stiftung.

Zur Eröffnung fand ein Podiumsgespräch statt mit den Kuratoren Sabine Küper-Büsch und Thomas Büsch, der ehem. SPD-Abgeordneten Dr. Lale Akgün und dem Kölner Karikaturisten Burkhard Fritsche (BURKH), moderiert von Dorte Huneke, KulturForum TürkeiDeutschland.

Während der Ausstellung ist das gleichnamige Buch zum Preis von 20 EUR beim KulturForum erhältlich. (>>HIER BESTELLEN)

Pressemitteilung KF (>>HIER LESEN)
Flyer zur Ausstellung
(>>HIER KLICKEN)

Mehr Informationen auf der Website der Kulturinitiative Diyalog (>>HIER KLICKEN)

FOTOS & PRESSESCHAU (>>HIER KLICKEN)


Grass-Film in Brüssel: "Unterwegs am Bosporus"


Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung des "Yollarda"-Projekts des Goethe Institut Istanbul wurde Ende Juni im Europäischen Parlament in Brüssel der 15-minütige Film über Günter Grass "Unterwegs am Bosporus" von Osman Okkan gezeigt. Grass spricht darin über seinen Aufenthalt in Istanbul im April 2010 im Rahmen des Yollarda-Programms: über Treffen mit seinem langjährigen Freund Yaşar Kemal und Rakel Dink, der Witwe des ermordeten armenischen Journalisten Hrant Dink, Besuchen bei "Taraf" und "Agos" und andere Begegnungen. Unter den Gästen waren neben zahlreichen EU-Abgeordneten auch der Botschafter der EU-Kommission Marc Pierini und die türkische Schriftstellerin Elif Şafak.

Im Rahmen des "Yollarda"-Projekts des Goethe Institut Istanbul fanden im vergangenen Jahr über 200 Autorenlesungen, Konzerte, Ausstellungen, Szenische Lesungen, Filmvorführungen und Video-Workshops in 32 türkischen und europäischen Städten mit rund 60 Schriftstellern aus Deutschland, der Türkei, Österreich, Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Italien und der Schweiz statt.

Das Projekt "Yollarda - European Literature Goes to Turkey / Turkish Literature Goes to Europe" wurde im Rahmen des "Cultural Bridges"-Programms der EU gefördert.

[Juni 2010]


Gold für "Mordakte Hrant Dink"


Der Dokumentarfilm "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" von Osman Okkan und Simone Sitte wurde auf dem 11. WorldMediaFestival am 19. Mai in Hamburg mit dem Intermedia-Globe in Gold ausgezeichnet. An der Preisverleihung nahmen Rakel Dink, die Witwe des 2007 erschossenen armenischen Journalisten Hrant Dink, und Osman Okkan teil.

Die ARTE/WDR-Dokumentation über das Leben und Wirken von Hrant Dink wurde 2009 von der filmpool GmbH in Zusammenarbeit mit dem KulturForum TürkeiDeutschland hergestellt und weltweit auf zahlreichen Festivals und Screenings gezeigt. Der Film beleuchtet die Vorgeschichte der Ermordung Dinks im Januar 2007, das schwierige Verhältnis zwischen Armeniern und Türken, und die andauernde Prozessphase, die Licht auf die mörderischen Machenschaften des “tiefen Staates” in der Türkei wirft.

Mehr Informationen zum Film (>>hier)

[Mai 2010]


Besuch bei Orhan Pamuk


Stargast der diesjährigen Journalistenreise deutscher Medienvertreter in die Türkei war Orhan Pamuk. Der Nobelpreisträger empfing die 16 Teilnehmer des deutsch-türkischen Programms in seinem noch im Bau befindlichen Museum der Unschuld in Istanbul. Weitere Ziele der Reise waren Ankara, Diyarbakır, Mardin, Midyat und Hasankeyf.

Das Journalistenprogramm wird seit 2005 vom KulturForum TürkeiDeutschland und der Robert Bosch Stiftung mit deutschen und türkischen Journalisten durchgeführt.

[Mai 2010]


Grass und Kemal in Istanbul


Im April trafen die beiden weltberühmten Autoren Günter Grass und Yaşar Kemal, Ehrenvorsitzende des KulturForum TürkeiDeutschland, in Istanbul zusammen.

Die Begegnung am Bosporus organisierte das Goethe Institut Istanbul mit dem KulturForum TürkeiDeutschland.

Das öffentliche Gespräch fand am 15. April im Muhsin-Ertuğrul-Theater in Istanbul-Harbiye statt.

Rahmenprogramm: Am 14. April diskutierte Grass mit Studierenden der Universität Istanbul. Am Abend des 14. April waren Medienvertreter zu einem Pressegespräch in der historischen Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Tarabya geladen.

An der Fakultät für Schöne Künste der Bilgi-Universität (Campus SantralIstanbul) eröffnete Grass am 17. April die Ausstellung "Günter Grass: Radierungen und Lithographien".

Zuletzt hatten die beiden Autoren im Mai 2009 in der Berliner Akademie der Künste über "Kunst und Literatur in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen" diskutiert. (Foto: Müslüm Bayburs/KF)


(>>PRESSESTIMMEN)

[April 2010]


Türkische Berichterstattung über Deutschland


Mit einer zweitägigen Wochenendtagung in Istanbul wurde Ende Februar das deutsch-türkische Journalistenprogramm (gefördert von der Robert Bosch Stiftung) zum dritten Mal für türkische Journalisten erfolgreich abgeschlossen.

(>>Programm, Bilder)

Der fünfte Jahrgang deutscher Journalisten trifft Ende März zu einer vorbereitenden Wochenendtagung in Bonn zusammen.

[Februar 2010]


"Mordakte Hrant Dink" in Berlin


Das Ballhaus Naunystraße in Berlin-Kreuzberg zeigte in Kooperation mit dem Verein Kultursprünge am 11. Oktober den Dokumentarfilm "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte.

Das Ballhaus Naunynstraße präsentiert unter der künstlerischen Leiterin Shermin Langhoff postmigrantische Kulturproduktionen. Zum Netzwerk gehören Künstlerinnen und Künstler der zweiten und dritten Generation wie Fatih Akın, Mıraz Bezar, Nuran David Calis, Neco Çelik, Ceza, Feridun Zaimoğlu. (>>Programm)

[Oktober 2009]


Journalismus zwischen Deutschland und der Türkei


Über Macht und Möglichkeiten der Medien und investigativen Journalismus sprach Günter Wallraff in Köln mit einer Gruppe türkischer Journalisten in Deutschland. Der Investigativ-Journalist, Schriftsteller und ZEIT-Autor berichtete über seine Erfahrungen als "Türke Ali", die er in den 80er Jahren in seinem Buch "Ganz unten" veröffentlicht hat und über weitere Enthüllungsaktionen.

Mit Dr. Günter Seufert, Korrespondent der Berliner Zeitung in Istanbul, diskutierten die Teilnehmer über »Chancen, Perspektiven und Probleme der türkischsprachigen Medien in Deutschland«.

Das Programm für türkischsprachige Journalisten in Deutschland ist die dritte Säule der gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung durchgeführten Journalistenprogramme des KulturForum TürkeiDeutschland. (>>Bilder) (>>Pressestimmen)

[September 2009]


"Mordakte Hrant Dink" auf Filmfestival in Eriwan



 


Vom 12. -19. Juli fand in der armenischen Hauptstadt Eriwan das 6. Golden Apricot International Film Festival statt. Das Programm umfasste 110 Filme aus 40 Ländern.

In der Kategorie Dokumentation wurde der Film "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte gezeigt. Weitere Kategorien waren: Internationaler Film und Armenisches Panorama.

Erstmals wurden in der Sektion "Made in Armenia" Filme des armenischen Hayk-Studio vorgestellt.

Gewinner der Goldenen Aprikose 2009 in der Kategorie Spielfilm ist “The Other Bank” (Orig.: Gagma Napiri), Georgien, Kasachstan, 2009, von George Ovashvili.

(>>weitere Preisträger) (>> Festival-Website)

[Juli 2009]


Türkische Journalisten bei Bundeskanzlerin Merkel


Am 22. Juni empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel rund dreißig leitende Redakteure türkischsprachiger Medien zu einem Hintergrundgespräch. Das Treffen fand im Rahmen des "Journalistenprogramms zur Vertiefung der deutsch-türkischen Beziehungen" statt, das vom KulturForum TürkeiDeutschland und der Robert Bosch Stiftung seit 2005 mit deutschen und türkischen Journalisten durchgeführt wird.

"Das fängt ja schon einmal gut an", sagte die Bundeskanzlerin zu Anfang des Gesprächs. Die beiden Ehrenvorsitzenden des KulturForum, Günter Grass und Yaşar Kemal, hatten der Gruppe persönliche Grüße mit auf den Weg gegeben.

Besondere Beachtung fanden bei den Teilnehmern die Überlegungen der Bundeskanzlerin in Richtung eines deutsch-türkischen "ARTE" und einer Wiederholung dieser Treffen etwa einmal jährlich. (>>mehr) (>>Pressestimmen)

[Juni 2009]


Moscheen in Deutschland: Heimat und Herausforderung


Am 30. Juni präsentierte die Herbert Quandt-Stiftung im Kölner Studio DuMont in Kooperation mit dem Verlag C.H. Beck und dem KulturForum TürkeiDeutschland das Buch "Moscheen in Deutschland - Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung" von Bärbel Beinhauer-Köhler und Claus Leggewie.

Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Christine Schirrmacher (Wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen, Bonn), Bekir Alboğa (Beauftragter für den interreligiösen Dialog der DİTİB), Alen Jasarevic (Architekt der Moschee Penzberg), Dr. Roland Löffler (Herbert Quandt-Stiftung).

Mehr Informationen und ein podcast-Interview (>>hier).
(>>Einladungsflyer)
(>>mehr)

[Juni 2009]


Grass und Kemal in Berlin



Am 9. Mai fand im Rahmen der Langen Nacht der Akademie der Künste ein Gespräch zwischen dem Nobelpreisträger Günter Grass und dem türkeistämmigen Friedenspreisträger Yaşar Kemal statt. Die beiden Ehrenvorsitzenden des KulturForum TürkeiDeutschland waren zuletzt 2004 in Lübeck zusammen getroffen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Osman Okkan, Vorstands-Sprecher des KulturForum.
Begleitend wurden Ausschnitte aus Okkans Dokumentation "Yaşar Kemal - Ein Dichter zwischen Politik und Poesie" (ARTE/WDR 1997) gezeigt. (>>mehr) (>>Programm) (>>Bilderschau) (>>Pressestimmen)

[Mai 2009]


"Die Probleme der Türkei nicht schweigend lösen"


Die "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" von Osman Okkan und Simone Sitte wurde vor ausverkauftem Saal in Nürnberg erstaufgeführt. Fazit der anschließenden Gesprächsrunde "Quo vadis Türkei?": die Türkei ist ein Land der Gegensätze - und des Optimismus. (>>Artikel lesen)

Termine für die 80-minütige Kinofassung:
Istanbul
(20.03.),
Köln (22.03.), Aachen (28.03.)

(>>Details) (>>Bericht Istanbul) (>>Bilderschau Köln)

[Februar 2009]


"Özür diliyorum" - Ich bitte um Verzeihung


Das Kulturforum TürkeiDeutschland unterstützt eine Unterschriftenkampagne, mit der eine Gruppe führender Intellektueller ihre türkischen Landsleute dazu aufruft, ein fast hundertjähriges Tabu zu brechen, offen zu diskutieren und sich für die Verbrechen an der armenischen Bevölkerung zu entschuldigen:

"Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass die von den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 erlittene große Katastrophe geleugnet und mit ihr so unsensibel umgegangen wird. Ich weise diese Ungerechtigkeit zurück und teile die Schmerzen meiner armenischen Schwestern und Brüder. Ich entschuldige mich bei ihnen."

So der Wortlaut des Aufrufs mit dem Titel: “Ich bitte um Verzeihung”. (>>weiterlesen)

[Januar 2009]


Jubiläumskonzert: Greek Turkish Rhapsodies


Anlässlich seines 15jährigen Jubiläums veranstaltete das Kulturforum TürkeiDeutschland in der Kölner Philharmonie ein musikalisches Großereignis mit hochkarätiger internationaler Besetzung: Die griechische Sängerin Maria Farantouri, der deutsche Trompeter Otto Sauter, der deutsch-amerikanische Gitarrist Franz Halász und der deutsche Cellist Julius Berger interpretierten Rhapsodien und Kantaten von Mikis Theodorakis und Zülfü Livaneli. Begleitet wurden sie vom 80-köpfigen Philharmonic Volkswagen Orchestra, dirigiert von Hans Ulrich Kolf und István Dénes. (>>weiterlesen)

[Oktober 2008]


Ältere Beiträge


[Archiv im Aufbau]

2009

Alles erlaubt, nichts falsch. Dichterwerkstatt "Krasse Lyrics" (hier lesen)

Mordprozess Hrant Dink. Fortsetzung der Anhörungen im Mai. (hier lesen)

Autor vor Gericht. Prozessauftakt gegen Nedim Gürsel von Protesten begleitet. (hier lesen)

Plädoyer von Prof. Zehra Ipşiroğlu gegen die Verhaftung von Türkan Saylan. (hier lesen)

Trauer um Freunde des Kulturforums. Nachruf auf Viktor Böll. (hier lesen)

2008

Trauer um Freunde des Kulturforums. Nachrufe auf Reinhard Hocker und Kurt Uhlenbruch. (hier lesen)

"Ich schildere eine Schicht, die ich zutiefst ablehne". Lesung von Zülfü Livaneli in Köln. (hier lesen)

Eingezogen in die Sprache, angekommen in der Literatur. Herbsttagung der  Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. (hier lesen)

Bücher: Stimme und Gedächtnis der Menschheit. Die Rede von Orhan Pamuk zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2008. (hier lesen)

Deutsche Journalisten erkunden Türkei. Dritte Runde des Journalistenprogramms für Teilnehmer aus Deutschland. (hier lesen)

Oya Baydar und Adalet Ağaoğlu. Lesungen in Köln. (hier lesen)

Biennale Bonn. Kulturen aus der Türkei. (hier lesen)

2007

Kalimerhaba. Griechisch-türkisches Symposium und Griechisch-türkischer Kulturtag in der Abtei Brauweiler am 08. Dezember 2007. (hier lesen)





Zu unseren Partnern und Sponsoren gehören:

 

                           

 

 

Internationale Hrant Dink Stiftung       

 

Deutsch-Armenische Gesellschaft           

 

       

      

 

           

      

 


Urteil im Dink-Prozess


Am 17. Januar 2012 wurde in Istanbul ein Urteil im Mordprozess Hrant Dink gesprochen. Die Anwältin der Familie Dink, Fethiye Cetin, und andere Prozessbeobachter waren zu Gast bei den diesjährigen Veranstaltungen zum fünften Todestag von Hrant Dink in Köln und Berlin. (>>MEHR)

Reaktion der Anwälte auf das Urteil und eine Presseerklärung (>>HIER, Englisch)


DVD-Reihe "Menschenlandschaften"


6 DVDs + Bonusmaterial mit Portraits der Autoren Nazım Hikmet, Yaşar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Şafak, Murathan Mungan, Aslı Erdoğan

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Pressemitteilung (>>HIER)

Termine & mehr Infos (>>HIER)


Verhaftungswelle in der Türkei


Der Gründer und Besitzer des türkischen Belge-Verlages, Ragip Zarakolu, ist Ende Oktober 2011 in Istanbul verhaftet worden. In Zarakolus Verlag erschienen zahlreiche Übersetzungen internationaler Literatur, immer wieder auch zu kritischen THemen. Er ist Gründungsmitglied des Menschenrechtsvereins der Türkei und Vorsitzender des Komitees für Verlegerfreiheit der Union der Verleger der Türkei. Die Verhaftung Zarakolus erfolgte im Zuge einer erneuten Verhaftungswelle gegen fast fünfzig kritische Intellektuelle in der Türkei, darunter auch sein Sohn Deniz Zarakolu, Geschäftsführer des Belge Verlages. Gegen die Verhaftungen haben der PEN und andere internationale Organisationen protestiert. Das KulturForum unterstützt diese Solidaritätsaktion. Mehr (>>HIER)


Newsletter Oktober 2011

Unser Newsletter KF aktuell für Oktober 2011 ist erschienen.

Online Version (>>hier herunterladen, pdf)


Schweres Erdbeben in der Türkei


Ein schweres Erdeben und mehrere Nachbeben erschütterten im Oktober die Provinz Van im Osten der Türkei. Weit über 400 Leichen wurden geborgen. In der Region Van leben vor allem Kurden. Bei Twitter höhnten einige User, das Erdbeben sei nichts anderes als die gerechte Strafe Gottes für die Kurden und die PKK. Andere beklagen eine Mischung aus Nachlässigkeit, Korruption und Profitsucht, die dafür sorge, dass im Erdbebenland Türkei bis heute die Mehrzahl aller Gebäude nicht erdbebensicher gebaut wird. In den vergangenen 20 Jahren starben 20.000 Menschen bei Erdbeben. Spendenkonto: 41 41 41, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00, Stichwort: Türkei, Online-Spende: www.drk.de/spenden. Weitere Infos und Spendenmöglichkeiten unter: yalnizdegilsinvan.wordpress.com


Haftstrafe für Dink-Mörder


Der Mörder des am 19. Januar 2007 in Istanbul erschossenen türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink ist zu einer Haftstrafe von fast 22 Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Der zur Tatzeit minderjährige Ogün Samast profitiert von Strafnachlässen; Medienberichten zufolge muss er nur knapp elf Jahre absitzen. Die Familie von Hrant Dink begrüßte das Urteil dennoch. Dink war zur Zielscheibe türkischer Nationalisten geworden, weil er die Massaker an den Armeniern während des Osmanischen Reiches als Völkermord angeprangert und für eine Aussöhnung plädiert hat. Die Tat sorgte auch deshalb weltweit für Entrüstung, weil Samast nach seiner Festnahme von türkischen Polizisten wie ein Held gefeiert wurde.


ROG-Untersuchungsmission zur Lage der Pressefreiheit in der Türkei


Angesichts der aktuell schwierigen Lage von Medienvertretern in der Türkei und des 20. Jahrestags der Einführung des Anti-Terror-Gesetzes am 12. April 2011 plant Reporter ohne Grenzen (ROG) im kommenden Monat eine Untersuchungsmission in der Türkei durchzuführen. In einer Presseerklärung vom 31. März kritisiert ROG die missbräuchliche Anwendung des bald 20 Jahre alten Gesetzes.
Seit einigen Monaten habe die Verfolgung von Journalisten unter Anwendung repressiver Mediengesetze in der Türkei stark zugenommen: "Jeder Journalist, Autor oder Publizist, der sich kritisch mit sensiblen Themen wie die Lage der kurdischen und armenischen Minderheiten, der Armee, dem Sicherheitsapparat oder dem Gründer der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, auseinandersetzt, riskiert, juristisch verfolgt zu werden."
ROG bezieht sich auf mehr als 25 Artikel im türkischen Strafgesetzbuch, die direkt die Presse- und Meinungsfreiheit beschneiden. Das 1991 in Kraft getretene Anti-Terror-Gesetzes Nummer 3713 gehöre zu den problematischsten rechtlichen Regelungen in der Türkei.

Pressemitteilung ROG 31.03.2011
(>>HIER)


Autoren festgenommen


Am 5. März 2011 wurden in der Türkei erneut regierungskritische Autoren festgenommen, darunter die bekannten Journalisten Ahmet Şık und Nedim Şener, denen eine Verwicklung in Putschpläne gegen die Regierung durch das ultranationalistische Netzwerk Ergenekon vorgeworfen wird. Nedim Şener (Milliyet) hatte in einem vielbeachteten Buch aufgedeckt, wie die türkische Polizei die Ermittlungen im Mordfall des armenischen Journalisten Hrant Dink verschleppte. Ahmet Şik (Bilgi-Universität, freier Autor für Milliyet, Cumhurriyet, Evrensel, Radikal) wurde verhaftet als er zur Unterwanderung der Polizei durch Anhänger der islamischen Bewegung des Predigers Fethullah Gülen recherchierte. Seine Aufzeichnungen wurden beschlagnahmt. Tausende gingen daraufhin gegen die Verfolgung regimekritischer Journalisten auf die Straße. Am 4. März war der türkische Soziologe İsmail Beşikçi wegen »Propaganda für eine terroristische Organisation« (gemeint ist die PKK) zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Beşikçi hat wegen seiner Forschungen zur kurdischen Frage bereits 17 Jahre in Haft verbracht. Nach Angaben des Türkischen Journalistenverbandes befinden sich zur Zeit rund 60 Journalisten im Gefängnis, 2000 standen im vergangenen Jahr vor Gericht, gegen 4000 wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.


Uraufführung: "...wie eine Taube"


Am 2. April 2011 fand in der Immanuelskirche Wuppertal die Uraufführung des Hrant-Dink-Oratoriums "...wie eine Taube" in deutscher, türkischer und armenischer Sprache statt, nach Worten von Hrant und Rakel Dink, aus Bibel, Koran und west-östlicher Dichtung. Musik: Ulrich Klan.

Veranstaltet von der Kantorei Barmen-Gemarke in Kooperation mit der Armin T. Wegner Gesellschaft.

Mehr Infos (>>HIER, PDF)


Prof. Dr. Goltz gestorben


Mit tief empfundener Trauer teilen wir mit, dass der evangelische Theologe, Ostkirchenkundler und Armenienexperte Prof. Dr. Hermann Goltz am 9. Dezember 2010 verstarb. Goltz trug maßgeblich zur Gründung des Vereins Lepsius-Haus in Potsdam bei, wo zur Zeit eine Forschungs- und Erinnerungsstätte zum Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich entsteht. Das KulturForum verneigt sich vor den Verdiensten des Wissenschaftlers und sensiblen Fürsprechers einer Aussöhnung zwischen Türken und Armeniern. Für seine Arbeiten zur Armenologie und armenischen Kultur erhielt Goltz verschiedene Auszeichnungen des armenischen Staates und wurde 2007 an der Jerewaner Staatlichen Universität mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. "Wir trauern um den leidenschaftlichen Inspirator, dem das Erbe von Johannes Lepsius eine Herzensangelegenheit war", teilte das Lepsius-Haus in Potsdam mit. Dr. Johannes Lepsius (1858-1926) hatte den Völkermord dokumentiert und Hilfsaktionen organisiert. (Foto: Andreas Klaer)


Akhanlı freigelassen


Der Kölner Autor Doğan Akhanlı wurde nach der Prozesseröffnung am 8.12.2010 aus der Untersuchungshaft entlassen. Er darf die Türkei verlassen. Ein dringender Tatverdacht sei nicht gegeben. Die türkische Staatsanwaltschaft hatte den Autor wegen Raub und Totschlag angeklagt. Seine Anwälte hatten auf Freispruch plädiert. Der Prozess gegen Akhanlı wird am 9. März 2011 fortgesetzt.

Aus Deutschland reiste eine Delegation von Prozessbeobachtern an, darunter der Kölner Journalist Günter Wallraff. Der Verein Recherche International hatte vor Prozessbeginn eine viel beachtete Pressekonferenz organsiert.

Aktuelle Informationen und eine Unterschriftenkampagne unter www.gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de


Pınar Selek trägt Fall nach Straßburg


Die türkische Soziologin und Autorin Pınar Selek wird mit Unterstützung des deutschen PEN ihren stark umstrittenen Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg bringen.

Einige türkische Zeitungen berichteten am 22. November 2010, Selek sei in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Mehrere Nachrichtenagenturen, auch das KulturForum, übernahmen diese Meldung.

Richtig ist nach Angaben von Pınar Selek, dass das Oberste Berufungsgericht in Ankara am Montag zu einer Sitzung zusammen traf und das Urteil der vorherigen Instanz und damit die Aufhebung des wiederholten Freispruchs Seleks bestätigte. Das Verfahren wurde wieder an die untere Instanz gegeben.

Mehr unter: www.pinarselek.com


Ein Abend für Doğan Akhanlı


Freundinnen und Freunde von Doğan Akhanlı veranstalteten am 12. Oktober im Theater Ballhaus Naunynstraße einen Solidaritätsabend für den inhaftierten Schriftsteller: Im Rahmen einer von Akhanlı mit vorbereiteten armenisch-deutsch-griechisch-türkischen Begegnung sangen und lasen armenisch-, griechisch-, türkeistämmige und herkunftsdeutsche KünstlerInnen für Doğan Akhanlı.

Außerdem wurden Informationen zum Stand des Verfahrens und zu weiteren Aktionsmöglichkeiten gegeben. Mit Emine Sevgi Özdamar, Marc-Alexej und Eleni Irakleous, Olivia Noemi, Masis Arakelian, Meline Popovian-Bülow und Maja Otten. Moderation: Sophia Georgallidis. Organisiert wurde der Abend von kultursprünge e.V. und Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, unterstützt von der Griechischen Gemeinde Köln und der Armenischen Gemeinde zu Berlin.


Solidaritäts-Veranstaltung


Am 9. September fand vor ausverkauftem Haus eine Solidaritäts-Veranstaltung für den Kölner Autor Doğan Akhanlı unter dem Motto "Freiheit für Doğan Akhanlı – Doğan Akhanlı'ya özgürlük" im Arkadaş-Theater in Köln-Ehrenfeld statt.

Der Erlös des Abends wird für die Rechtskosten verwendet, die derzeit im Fall Doğan Akhanlı entstehen.

Einladung (>>HIER LESEN)

Doğan Akhanlı sandte aus dem Gefängnis in Tekirdağ eine kurze schriftliche Grußbotschaft nach Köln (>>HIER LESEN)


Stadtrundgang zur deutsch-türkischen Geschichte Berlins


Die Aktion Sühnezeichen und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus haben am 7. September einen Stadtrundgang zur deutsch-türkischen Geschichte Berlins veranstaltet. Thematisiert wurde u.a. die Geschichte des türkischen Flüchtlings Cemal Kemal Altun aus den 80er Jahren, das Attentat auf den vormaligen Großwesir Talaat Pascha 1921, das Schicksal der türkischen-jüdischen Familie Behar zwischen dem Ersten Weltkrieg und der NS-Zeit, das türkische Exil des späteren Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter.
Maßgeblich mitentwickelt wurde der Stadtrundgang seit 2004 von Doğan Akhanlı, dem zur Zeit in der Türkei ein höchst umstrittener Prozess droht.
(>>MEHR INFORMATIONEN)


Solidarität mit Doğan Akanlı


Gegen die Verhaftung von Doğan Akhanlı am 10. August in der Türkei äußern immer mehr Politiker, Schriftsteller und Vereinigungen aus der Türkei, Deutschland, Griechenland, Frankreich und Armenien ihren Protest, darunter:

Günter WALLRAFF -- Edgar HILSENRATH -- Murat UYURKULAK -- Bündnis 90/Die Grünen -- Pınar SELEK -- P.E.N. Deutschland -- Verband deutscher Schriftsteller -- Zentralrat der Armenier in Deutschland

Alle Solidaritätsbekundungen (>>HIER LESEN)


Hilsenrath überreichte Protestnote


Edgar Hilsenrath, der Autor des Romans "Das Märchen vom letzten Gedanken" hat wegen der Verhaftung seines Freundes und Schriftstellerkollegen Doğan Akhanlı in der türkischen Botschaft in Berlin am Freitag, dem 27.08.2010, um 11.00 Uhr eine persönliche Protestnote überreicht. Wegen Abwesenheit des  Botschafters hat der stellvertretende Botschafter, Herr Okyay, Herrn Hilsenrath empfangen.

Presseerklärung (>>PDF, HIER LESEN)

Pressefotos (>>HIER HERUNTERLADEN)

Protestnote (>>PDF, HIER LESEN)

Weitere Solidaritätsbekundungen (>>HIER LESEN)


"Bestimmte Kreise der türkischen Justiz nehmen Rache an einem unbequemen Autor'



Der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff hat gegen die Festnahme des türkischstämmigen politischen Autors Doğan Akhanlı am Istanbuler Flughafen protestiert. Akhanlı habe in den 80er Jahren als politischer Häftling drei Jahre in einem Militärgefängnis in Istanbul verbracht und wollte nach seiner Flucht nach Deutschland 1991 nun erstmals wieder in die Türkei reisen, sagte Wallraff der Nachrichtenagentur dpa.

Der Autor, dessen Arbeit in der Türkei und auch in Deutschland ausgezeichnet worden ist, müsse sofort freigelassen werden, verlangte der Kölner Journalist ("Ganz Unten"). Der Vorwurf, Akhanlı sei 1989 in der Türkei an einem Banküberfall mit einem Toten beteiligt gewesen, sei konstruiert. "Bestimmte Kreise der türkischen Justiz nehmen Rache an einem unbequemen Autor, der seit Jahren den Völkermord an den Armeniern thematisiert", meinte Wallraff. [...]

Focus Online, 25.08.10
Türkischer Autor festgenommen
(>>BERICHT HIER LESEN)

Deutschlandradio Kultur, 26.08.10
"Er ist ein politisch Verfolgter"
Günter Wallraff und Susanne Güsten im Gespräch mit Jürgen König
(>>BERICHT HIER LESEN & HÖREN)

Weitere Solidaritätsbekundungen (>>HIER LESEN)


Abschied von Gölkalp


Am 20. April starb der 1942 in Izmir geborene Literaturwissenschaftler, Turkologe und Sozialanthropologe Altan Gökalp, ein enger Freund des Friedenspreisträgers Yaşar Kemals und Zülfü Livanelis. Dem KulturForum TürkeiDeutschland war Gökalp seit den Gründungstagen verbunden. Der langjährige Direktor am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in der Abteilung Turkologie und Osmanische Wissenschaften und des Berliner Instituts Centre Marc Bloch, war Autor mehrerer Bücher über das Alevitentum und die Bektaschi-Bewegung. Er war außerdem Inspekteur des französischen Erziehungsministeriums und übersetzte mehrere Bücher von Yaşar Kemal ins Französische. Kemal betrauerte in einem Nachruf den Verlust eines engen Freundes, der ein profunder Literaturkenner und vielseitiger, kreativer Wissenschafler war – ein Wissenschaftler, der der Türkei und Frankreich wertvolle Schriften hinterließ und dem es gelungen ist, Türkisch als offizielles Unterrichtsfach an französischen Schulen zu etablieren. Nach einer Reihe viel beachteter Bücher erschien von Gökalp zuletzt "Harem, Mythos und Realität" und die Übersetzung (mit Louis Bazin) von "Dede Korkut".


Grass bei "Agos"


Günter Grass besuchte in Istanbul die armenisch-türkische Wochenzeitung "Agos", dessen Gründer und Herausgeber, Hrant Dink, vor drei Jahren auf offener Straße ermordet wurde. In der Redaktion traf Grass die Familie des Ermordeten und sprach mit Rakel Dink über das laufende Verfahren gegen die Mörder ihres Mannes und aktuelle Entwicklungen in der Türkei. 


Grass in "Taraf" über Armenien und über die Kopftuchfrage


Die türkische Tagezeitung Taraf berichtet auf der Titelseite über ein mehrstündiges Treffen mit Günter Grass in Istanbul. Die armenische Frage habe er angesprochen, wird Grass zitiert, um die Last dieser Gräueltaten zu überwinden, um zu verhindern, dass sie sich wiederholen, denn er wisse aus der eigenen Geschichte und der deutschen Gesellschaft, dass die Vergangenheit aufgearbeitet werden müsse. Die Kopftuchfrage nannte er ein künstliches Problem: er selbst sei Atheist, ärgere sich aber über das Kopftuchverbot im Namen des Laizismus in Ländern wie Deutschland und Frankreich. (>>ARTIKEL LESEN)


Grass: Solidarität mit Pınar Selek


Bei einem Zusammentreffen mit dem Minister für Kultur und Tourismus der Türkei, Ertuğrul Günay, in Istanbul brachte Günter Grass seine Unterstützung für die im deutschen Exil lebende türkische Autorin Pınar Selek zum Ausdruck, wie die türkische Tageszeitung Radikal berichtet: (>>zum Artikel, tr).


Buch über Armenierfrage


Im Verlag Klaus Wagenbach erschien im Februar das neue Buch der Politologin und Turkologin Sibylle Thelen: "Die Armenierfrage in der Türkei". Die leitende Redakteurin der Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung veröffentlichte zuletzt "Istanbul – Stadt unter Strom. Gesichter der neuen Türkei" (2008).


Video-Projekt zum Dink-Prozess


Der türkische Autor und Dokumentarfilmer Ümit Kıvanç hat eine Reihe künstlerischer Videos zum Mord an Hrant Dink im Internet publiziert: Schauspieler rezitieren Medienberichte, die zum laufenden Prozess erschienen. (Link)


Dink-Gedenken in Berlin


Zum dritten Jahrestag der Ermordung Hrant Dinks zeigte das Berliner Ballhaus Naunynstraße am 19. Januar die Dokumentation "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" (WDR/ARTE 200) von Osman Okkan und Simone Sitte. Der Eintritt ist frei. (>>mehr)


Razzia gegen Kurden


Bei einer Razzia gegen die Partei für Frieden und Demokratie (BDP) wurden am 24. Dezember 2009 in der Türkei über 80 Kurden, darunter ehemalige Abgeordnete und Bürgermeister, festgenommen. In einer öffentlichen Erklärung beschreibt die BDP den Vorgang als “willkürlich”. Jegliche Kriterien der universellen Menschenrechte seien missachtet worden. (>>mehr)


Dink-Film in Paris


Die Dokumentation "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte wurde am 12. Januar vor über 200 Zuschauern im Pariser Filmhaus Cinéma L'Entrepôt gezeigt.


Hikmet-Übersetzerin gestorben


Die Schriftstellerin und Übersetzerin Gisela Kraft wurde besonders durch ihre Übersetzungen aus dem Türkischen bekannt. Nach ihrer Promotion über den türkischen Dichter Fazil Hüsnü Dağlarca arbeitete die Islamwissenschaftlerin an der Schaubühne Berlin und engagierte sich für die Initiative Künstler für den Frieden. In die DDR übergesiedelt, schrieb sie unter anderem die Gedichtbände "Katze und Derwisch", "Keilschrift" und den Roman "Planet Novalis". 2008 hat sie für den Amman Verlag den Gedichtband "Die Namen der Sehnsucht" des türkischen Lyrikers Nâzim Hikmet nachgedichtet und wurde mit dem Christoph-Martin-Wieland-Literaturpreis für herausragende Übersetzungen ausgezeichnet. Aus dem Türkischen übersetzte sie außerdem Werke von Aras Ören und Yunus Emre. Kraft starb im Januar im Alter von 74 Jahren in Weimar.


Türkische Erfolgstrilogie


Am 9. Januar um 20 Uhr zeigte das Filmforum NRW im Museum Ludwig den Film "Süt" (Milch) von Semih Kaplanoğlu. Der türkische Film über eine Mutter-Sohn Beziehung in einem anatolischen Dorf lief bereits auf internationalen Filmfestivals, u.a. beim 65. Internationalen Filmfest Venedig und auf dem Filmfest Hamburg. Nach der Vorführung findet ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur und dem Filmjournalisten Frank Olbert statt. "Süt" ist der zweite Teil einer Trilogie, die mit "Yumurta" im Jahre 2007 begann. (>>mehr)


Debate Europe


Am 14. Dezember veranstaltete die Initiative Debate Europe Duisburg eine Diskussion zum Thema "EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus Sicht der Minderheiten der Türkei - Wahrung der Menschenrechte und Bürgerrechte sowie Achtung und Schutz von Minderheiten". Beginn 17:30 Uhr. Vortragssaal V 1. VHS-Duisburg, Königstrasse 47, 47049 Duisburg. (>>Einladung, pdf) Um 20 Uhr liest die türkische Lyrikerin Bejan Matur aus ihrem Gedichtband "Winddurchwehte Herrenhäuser". (>>mehr)


Zur Geschichte Zyperns


Am 8. Dezember stellte Heinz A. Richter im Auswärtigen Amt im Gespräch mit taz-Redakteur Klaus Hillenbrand seine 4-bändige "Geschichte der Insel Zypern von 1878 - 1977" vor. Außerdem sprachen Dr. Marcus Waldmann, Auswärtiges Amt, J. Christian B. Kirsch, Internationaler Delphischer Rat, Prof. Dr. Christian Voß, Südosteuropa-Gesellschaft, Georg Albrecht, KulturForum TürkeiDeutschland und Michalis Koumides, Botschaft der Republik Zypern. (>>Einladung pdf)


Neue Istanbuler Kunstwelle


Die Ausstellungsreihe "Istanbul Next Wave. Gleichzeitigkeit – Parallelen – Gegensätze", ein Gemeinschaftsprojekt der Berliner Akademie der Künste und der Stadt Istanbul, stellt zeitgenössische Kunst aus der Milionenmetropole am Bosporus vor - vom 12. November bis 17. Januar in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau. Weitere Informationen unter: www.adk.de


Dink-Preis verliehen


Am 15. September, dem Geburtstag des 2007 ermordeten armenischen Journalisten Hrant Dink, wurde in Istanbul erstmals der Hrant-Dink-Preis verliehen: die Auszeichnung, die fortan jährlich vergeben wird, erhielten der türkische Journalist Alper Görmüş und die israelische Autorin Amira Hass. “Der Preis geht an Menschen, die sich für eine Welt ohne Diskriminierung, Rassismus und Gewalt einsetzen, die für ihre Ideale persönliche Gefahren auf sich nehmen, eine Sprache des Friedens sprechen und durch ihren Einsatz andere ermutigen”, so die Jury der Hrant-Dink-Stiftung.


Nesin Stiftung überflutet


Die Flutkatastrophe in Istanbul erfasste auch die Aziz-Nesin-Stiftung für bedürftige Kinder und Jugendliche, gegründet von dem populären Satiriker Aziz Nesin, der bis zu seinem Tod 1995 Ehrenvorsitzender des KulturForum TürkeiDeutschland war. Das Archiv von Aziz Nesin konnte ohne Verluste gerettet werden. Die materiellen Verluste jedoch belaufen sich auf ca. 300.000 Euro, so Prof. Dr. Ali Nesin, Mathematiker, Maler und Nachlass-Verwalter seines Vaters, in einem Aufruf. Für den Erhalt des Hauses und die Schadensbehebung ist die Stiftung auf Spenden angewiesen.
(>>Aufruf DE, pdf)
(>>Aufruf TK, pdf) (>>Online-Spenden)


Zum türkisch-kurdischen Konflikt


Vom 11. bis 13. Dezember veranstaltet die Evangelische Akademie Bad Boll eine von der Bundeszentrale für Politische Bildung geförderte Wochenendtagung zum Thema "Positive Entwicklungen in der Türkei - Chance für die kurdische Bevölkerung?". (>>Programm)


Sarkis-Retrospektive


Vom 10. September bis 10. Januar zeigt das Istanbul Modern - Museum für Kunst der Gegenwart unter dem Titel “Site” eine umfangreiche Retrospektive des armenischen Künstlers Sarkis. Der 1938 in Istanbul geborene Künstler, der heute in Paris lebt und 1967 den Prix de la Peinture à la Biennale de Paris erhielt, wurde berühmt für seine audiovisuellen Installationen. (>> mehr)


Abschied von Mualla Eyüboğlu Anhegger


Sie war eine der ersten weiblichen Architektinnen der Türkei. Mit ihrem 2001 verstorbenen Mann, dem früheren Leiter des Istanbuler Goethe-Instituts, Robert Anhegger, pflegte Mualla Eyüboğlu zudem bis ins hohe Alter das kulturelle Erbe ihrer Heimat und den Austausch mit anderen Kulturen. In Trabzon geboren, reiste sie in den 40er Jahren durch Anatolien, um mit der Dorfbevölkerung Schulen zu bauen. In Istanbul restaurierte sie den Harem des Topkapı Palast und die Rumeli Festung. Ihr Herz schlug für die junge säkulare Republik Atatürks – und für die islamische Mystik, den Sufismus, für Folklore und Völkerverständigung. Yaşar Kemal nannte sie liebevoll seine “kurdische Braut”. Die Schwester des Kulturphilosophen und Übersetzers Sabahattin Eyüboğlu und des Malers und Poeten Bedri Rahmi Eyüboğlu starb am 16. August im Alter von 90 Jahren in Istanbul an Herzversagen.


Kemal zur Kurdenfrage


In einem mehrteiligen Interview in der türkischen Tageszeitung Radikal erklärte der kurdischstämmige Schriftsteller Yaşar Kemal, die Türkei müsse eine moderne Demokratie werden, was bedeute, jeder Bürger des Landes müsse frei darin sein, seine Sprache, seine Kultur und seine Natur zu leben. (>>mehr)


Gedenken an Sivas und Başbağlar


Mit Protesten und Gedenkveranstaltun-
gen wurde am 2. Juli der 16. Jahrestag des pogromartigen Angriffs von Sivas 1993 begangen, bei dem insgesamt 37 Menschen starben, darunter viele Künstler und Intellektuelle. Die Hinter-
gründe sind bis heute ungeklärt. Jahrelange Forderungen, das Madımak-Hotel in ein Museum umzuwandeln, wurden bis heute nicht erfüllt. (>>mehr)


Ehrentitel für Kemal


Am 29. Juni wurde dem türkisch-kurdischen Schriftsteller Yaşar Kemal, Ehrenvorsitzender des KulturForum TürkeiDeutschland, von der Istanbuler Bosporus-Universität die Ehrendoktorwürde verliehen.


Ehrentitel für Theodorakis


Die Istanbuler Bosporus-Universität hat dem griechischen Komponisten Mikis Theodorakis die Ehrendoktor-
würde
verliehen - für seine heraus-
ragenden Leistungen in der klassi-
schen und volkstümlichen Musik, aber auch für sein unermüdliches Engagement für Freiheit, Demokratie und die Freundschaft zwischen Türken und Griechen.
Die Auszeichnung wurde entgegen genommen von der griechischen Sängerin Maria Farantouri, der "authentischsten" Theodorakis-Interpretin.


Türkische Journalisten nach Armenien


Vom 17.-24. Mai reisten zehn Journalisten aus der Türkei in die armenische Hauptstadt Eriwan. Vor Ort sprachen sie mit Vertretern aus Wissen-
schaft, Medien, Politik und Gesellschaft. Das türkisch-armenische Programm wird von der Hrant Dink Stiftung gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung durchgeführt. Einer der Orga-
nisatoren ist ein ehemaliger Teilnehmer des deutsch-türkischen Journalistenprogramms, das seit 2005 vom KulturForum TürkeiDeutschland gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung realisiert wird.


Kemal auf Grünen-Parteitag


Der türkische Schriftsteller Yaşar Kemal war Anfang Mai Ehrengast auf dem Grünen-Parteitag in Berlin. Als Ehrenmitglied von Bündnis 90/
Die Grünen
betonte der Friedenspreisträger, wie wichtig der Austausch mit den türkeistämmigen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland sei. Parteichef Cem Özdemir ernannte Kemal zum "Ehrenvorsitzenden der globalen Grünen". (Foto: Ingo Kuzia)


Homezeigte die
"Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" am 24. März
im Rahmen des Themenabends "Der türkische EU-Traum und die Armenierfrage" und in der Wiederholung am 29. März. (>>Details) (>>Pressestimmen)


Köln-Preview - Eindrücke


Eine bewegende Rede von Rakel Dink begleitete die Filmvorführung der "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" in Köln. Bilderschau Mordakte HD Köln Preview

(>>Bilderschau)


Pressestimmen

"Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei"

 




(>>lesen)
(>>Pressefotos)


Istanbul-Preview - Eindrücke


Ein prominent besetztes Publikum verfolgte in Istanbul die türkische Erstaufführung der "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" von Osman Okkan und Simone Sitte. (>>weiterlesen)


Hrant Dink belgeseli


Ermeni Gazeteci Hrant Dink 2007 Ocak ayında Istanbul’da öldürüldü. Ermenice ve Türkçe olarak çıkan AGOS Gazetesini yayımlayan Dink, ömrü boyunca başta Ermeniler ve Kürtler olmak üzere, Türkiye’deki azınlıkların demokratik hakları için
mücadele vermişti. Osman Okkan ile Simone Sitte’nin çizdikleri film portresi, cinayetin öncesini, Ermenilerle Türkler arasındaki güç ilişkiyi ve Türkiye’yi sarsan Hrant Dink cinayetinin Ergenekon ve „derin devlet“ ile ilişkilerini ele alıyor.

Film gösterimi:
Istanbul: 20 Mart, Cuma, saat 16.00'da
(>>detaylar) (>>basın haberleri) (>>basın resimler)


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