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Hrant Dink Forum Köln

Grass und Kemal am 9. Mai in Berlin


Mit Günter Grass und Yaşar Kemal trafen am 9. Mai in der Berliner Akademie der Künste zwei Schriftsteller zusammen, die mehr verbindet als eine langjährige Freundschaft.

Der erste Roman von Yasar Kemal, "Ince Memed" (Memed, Mein Falke), ist für die türkische Literatur so bedeutungsvoll wie hierzulande "Die Blechtrommel" des deutschen Nobelpreisträgers Grass.

So wie Günter Grass seine Heimat Danzig und die Kaschubei zum Schauplatz vieler Romane und Erzählungen machte, schuf Kemal, Sohn kurdisch-türkischer Eltern, seiner Heimat, der Çukurova-Ebene, ein literarisches Denkmal.

Unerschrocken für den Frieden

Kemal, dessen Werke in über 30 Sprachen übersetzt wurden, geriet nach dem Militärputsch von 1971 für seine offene Kritik an der Kurdenpolitik und den Menschenrechtsverletzungen in der Türkei in schwere Bedrängnis. Als ihm 1997 der Friedenspreises des deutschen Buchhandels zugesprochen wurde, hielt Grass die Laudatio.

Die Rede löste in Deutschland eine heftige Kontroverse über die deutsche Türkei- und Asylpolitik aus, und über Waffenlieferungen aus Deutschland in die Türkei, die Grass als "schmutziges Geschäft" gegeißelt hatte.

Die beiden Ehrenvorsitzenden des KulturForum TürkeiDeutschland waren  sich zuletzt 2004 in Grass' Wohnort Lübeck begegnet.

Das Gespräch über "Kunst und Literatur in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen" im Rahmen der Langen Nacht in der Akademie der Künste leitete Osman Okkan, Vorstandssprecher des KulturForum TürkeiDeutschland.

Begleitend wurden Ausschnitte aus Okkans Dokumentarfilm
"Yasar Kemal - Ein Dichter zwischen Politik und Poesie"

(ARTE/WDR 1997) gezeigt.



 

 

 

 

 

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