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Hrant Dink Forum Köln

Deutschlands Türkei-Politik - Teil der Lösung oder des Problems?


 

Eine Diskussionsveranstaltung mit:

Doğan Akhanlı, Schriftsteller
Sevim Dagdelen, MdB, Die Linke
Volker Lösch, Regisseur der Oper „Fidelio“ in Bonn
Wolfgang Landgraeber, Journalist und Aktivist gegen Waffenexporte
Christian Johnsen, Pfarrer, Mitinitiator einer Klage gegen den Bundessicherheitsrat wegen Waffenexporten an die Türkei

Montag, 17. Februar 2020 um 18:30 in Hörsaal II im Hauptgebäude der Universität Köln, Albertus-Magnus-Platz

Wachsende Teile der Zivilgesellschaft wirken für die Entfaltung der „Magie der Solidarität“ (Dogan Akhanli), für die Befreiung der inhaftierten deutschen Staatsbürger und aller politischen Gefangenen in der Türkei und gegen den völkerrechtswidrigen Einmarsch in Nordsyrien. Aber die Bundesregierung setzt ihre Kumpanei mit dem Erdogan-Regime fort. Jetzt haben Kulturschaffende, Wissenschaftler, Menschenrechtler, Politiker und weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unter dem Leitgedanken „Es ist in unser aller Hand, den Frieden möglich zu machen“ eine Erklärung veröffentlicht. Angesichts von Folter, systematischer Verletzung der Menschen- und Freiheitsrechte und gefährlicher Großmachtphantasien der türkischen Regierung fordern sie: Die deutschen Waffenexporte an den türkischen Staat müssen sofort und dauerhaft gestoppt, die wirtschaftliche Unterstützung für das Regime ausgesetzt und Abschiebungen in die Türkei beendet werden.

Trotz fortgesetzter Besatzungspolitik und Verletzungen der Menschenrechte ist die Türkei in der medialen Berichterstattung wieder in den Hintergrund geraten. In welcher Lage befindet sich die Bevölkerung in Nordsyrien und in der Türkei, was ist erforderlich für eine friedliche Lösung? Hat sich die Bundesregierung mit dem „Flüchtlingsdeal“ einseitig von der Türkei abhängig gemacht oder ist das türkische Regime angewiesen auf wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU und der Bundesrepublik? Wie kann die progressive Opposition zum Erdogan-Regime gestärkt werden? Können das Engagement für die Befreiung aller politischen Gefangenen und für die Beendigung der deutsch-türkischen Rüstungskooperation sich stärker gegenseitig bestärken?

Über diese und andere Fragen wollen wir mit allen Interessierten diskutieren. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden zur Finanzierung der Veranstaltung wird gebeten.

„Die Welt ist zum Verändern da, nicht zum Aushalten“ (Volker Lösch, Regisseur)

Veranstalter: Plenum Frieden und Freiheit für die Türkei und Kurdistan, KulturForum TürkeiDeutschland, Tüday - Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V., Kölner Friedensforum, Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Lutherkirche Köln, Integrationsagentur AWO Mittelrhein e.V., "Der Wendepunkt - Sozialisten und weitere Aktive an der Uni Köln", Die Linke SDS Köln, Stimmen der Solidarität- Mahnwache Köln e.V.

 

Appell an die Bundeskanzlerin Merkel


 

"Setzen Sie sich bei Präsident Erdogan für die Freilassung von Osman Kavala und aller politischen gefangenen ein!"
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Amnesty International Deutschland, die Akademie der Künste, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union dju in ver.di, das KulturForum TürkeiDeutschland, das PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen Deutschland fordern die Bundeskanzlerin Merkel auf, sich bei ihrem Besuch in der Türkei beim Präsidenten Erdogan für die Freilassung von Osman Kavala und aller politischen Gefangenen in der Türkei einzusetzen. Der Prozess gegen Kavala wird am 28. Januar fortgesetzt.
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Der Prozess gegen den türkischen Verleger und Kulturmäzen Osman Kavala wird am 28. Januar in Istanbul fortgesetzt. Der 62-jährige Gründer der "Kulturstiftung Anadolu" wird seit dem 1. November 2017 im Hochsicherheitsgefängnis in Silivri bei Istnanbul festgehalten. Ihm und weiteren Angeklagten im Gezi-Prozess wird unter anderem ein Umsturzversuch im Zusammenhang mit den regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013 vorgeworfen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte schon im Dezember 2019 die lange Untersuchungshaft für Kavala scharf verurteilt und seine sofortige Freilassung gefordert. Obwohl Urteile des Gerichts für die Türkei als Mitglied des Europarats bindend sind, lehnte sie Kavalas Freilassung bis jetzt ab. Mitangeklagt waren 15 weitere Akademiker, Architekten, Schauspieler, die mittlerweile auf freiem Fuß sind; darunter auch der prominente Journalist Can Dündar, der zzt. in Deutschland lebt.

Die Gezi-Proteste hatten sich ursprünglich gegen die Bebauung eines Parks bei Taksim-Platz in Istanbul gerichtet. Sie entwickelten sich dann zu landesweiten Demonstrationen gegen die autoritäre Politik des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

Kavala wird unter anderem beschuldigt, die Proteste mit ausländischer Hilfe finanziert zu haben. Das EMGR hatte in seiner Entscheidung am 10. Dezember festgestellt, dass dafür keinerlei Beweise vorgelegt worden seien. Es war zu dem Schluss gekommen, dass Kavalas Inhaftierung ihn und mit ihm alle türkischen Menschenrechtsverteidiger zum Schweigen bringen sollte.

Das Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen in Deutschland fordert die Bundeskanzlerin Merkel auf, sich direkt beim Präsidenten Erdogan gemäß dem EGMR-Urteil für die sofortige und bedingungslose Freilassung von Osman Kavala einzusetzen. Ebenso fordern wir die Freilassung des Schriftstellers Ahmet Altan und des Politikers Selahattin Demirtas, die trotz Proteste internationaler Juristen-Organisationen immer noch festgehalten werden. Die deutsche Bundesregierung sollte sich auf allen Ebenen für die Freilassung aller politischen Gefangenen einsetzen und auf die Wahrung von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten in der Türkei drängen.

Osman Kavala hat sein Leben der Förderung der Zivilgesellschaft und der Kultur in der Türkei gewidmet. In den vergangenen 30 Jahren hat er zahlreiche unabhängige Menschenrechtsorganisationen unterstützt und eine Reihe von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verlagen mitgegründet, so zum Beispiel die Helsinki Citizens’ Assembly (jetzt genannt Citizens’ Assembly) zur Förderung der Menschenrechte, Anadolu Kültür, eine der größten Kulturstiftungen des Landes zur Förderung der kulturellen Verständigung in der Türkei und den İletişim Verlag, der Literatur und Sachbücher veröffentlicht, die sich häufig mit den Tabuthemen der türkischen Gesellschaft auseinandersetzen.

Der Fall von Kavala und seinen Mitangeklagten ist nur ein Beispiel für das harte Vorgehen der türkischen Regierung gegen ihre Kritiker: Während des immer noch geltenden Ausnahmezustands seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 wurden etwa 1.500 Organisationen und Stiftungen geschlossen. Friedliche Proteste werden unterdrückt, wer sich kritisch über die Regierung äußert, muss damit rechnen, festgenommen zu werden; aktuell sitzen mehr als 130 Medienschaffende im Gefängnis. Seit Juli 2016 ist knapp 130.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes willkürlich gekündigt worden, weil ihnen angebliche "Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen" vorgeworfen werden.

 

Hrant Dink (ge)denken - Frankfurt, 19. Januar 2020


 

Vor 12 Jahren, am 19. Januar 2007, wurde der armenische Journalist Hrant Dink vor dem Gebäude seiner Zeitung "AGOS" in Istanbul erschossen. Auch wenn der Mörder gefasst und verurteilt wurde, wurden die Drahtzieher im Staatsapparat bis heute nicht zur Verantwortung gezogen. Das hat Gründe. Hrant Dink setzte sich stets für die Versöhnung zwischen Armenier*innen und Türk*innen ein, thematisierte kompromisslos die Verantwortung der Täter am Genozid damals und forderte unermüdlich die Demokratisierung der Türkei.

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Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur von "Cumhuriyet", hat eine Auswahl von Hrant Dinks Texten zusammengestellt, kontrastiert durch Protokolle des Prozesses gegen die Mörder.

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Der Abend wurde durch zwei Filme, ein Podiumsgespräch und ein Konzert gerahmt. Der Kurzfilm Im Schwalbennest (2007) erzählte von dem armenischen Waisenhaus bei Istanbul, an dessen Aufbau Dink selbst als Kind beteiligt war. Der Film Ein Chor (1996) über einen armenischen Chor in Paris vermittelte einen Eindruck vom Leben in der Diaspora.

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Neben Anadolu Türküleri Lieder aus Anatolien waren in diesem Jahr auch KulturForum TürkeiDeutschland, medico international, Avrupa Postasi und arti49.com Mitveranstalter der Gedenkfeier für Hrant Dink in Frankfurt - mit Can Dündar, Banu Güven, Raffi Kantian, Cem Özdemir und Osman Okkan. Den musikalischen Teil übernahmen Lale Koçgün & Ensemble mit armenischen, kurdischen und türkischen Liedern.

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Herzlichst bedanken wir uns bei allen Mitwirkenden und Gästen!

 

Gedenken - Dialog - Gerechtigkeit - Köln, 18. Januar 2020


 

Köln - 18.01.2020

In Gedenken an Hrant Dink
Am 19.01.2020 jährte sich zum 13. Mal der Tag, an dem der armenische Journalist Hrant Dink in Istanbul auf offener Straße Opfer eines Mordanschlags wurde. Bis heute wurden einzelne Personen, so auch der damals 17-jährige Ogün Samast als mutmaßlicher Auftragsmörder wegen dieser Tat angeklagt und verurteilt. Der Prozess, bei dem die wahren Täter und Auftraggeber dieses Mordes offenbar nach wie vor verschleiert werden, dauert jedoch immer noch an. * Die diesjährige Veranstaltung mit Beiträgen von Dogan Akhanli (Szenische Lesung aus "Annes Schweigen" mit Dilan Yazıcıoğlu), Berivan Aymaz (MdL - sie konnte aus gesundheitlichen Probleme leider nicht kommen), Can Dündar (Journalist), Raffi Kantian (Autor und Vorsitzender der Deutsch-Armenischen-Gesellschaft) und Osman Okkan (Video-Collage "in memoriam Hrant Dink") in Köln fand am 18. Januar 2020 in der Alten Feuerwache statt. Wir haben uns sehr gefreut, dass auch der neue Primas der Armenischen Kirche in Deutschland, seine Exzellenz Bischof Serovpé Isakhanyan, uns zum ersten Mal beehrt hat. Den musikalischen Teil gestalteten Nare Karoyan (Piano) und Judith Hoffmann (Gesang). * Veranstalter: Hrant-Dink-Forum Köln, KulturForum TürkeiDeutschlandTüday - Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V., Integrationsagentur AWO Mittelrhein und Multikulturelles Forum * Unterstützt durch: Deutsch-Armenische Gesellschaft, Armenische Gemeinde Köln e. V., VHS Köln * Alle Fotos © Klaus Müller / Weitere Fotos von der Gedenkveranstaltung (© Klaus Müller) ► https://photos.app.goo.gl/TFg9LsnoeUxbNWre7 * Herzlichst bedanken wir uns bei allen Mitwirkenden und Gästen!

 

New Wave Minds - Perspektiven der neuen Diaspora aus der Türkei


 

Wie sieht die Zukunft der Demokratie aus, wenn Menschen aufgrund von Repressionen und Sanktionen fliehen müssen und in der Zuflucht nicht ihre Rechte ausleben können?


Die gravierenden Einschränkungen von Grundrechten und die Befürchtung von Repressionen in der Türkei, führten zu einer neuen Migrationsbewegung, die sich „New Wave“ nennt. Jedoch treffen sie in Deutschland wiederum auf Ausgrenzung, geforderter Integration und mangelnder demokratischer Beteiligungsrechte. Die demokratische Beteiligung der Migrant*innen hier stellt uns vor dem Hintergrund von Aufenthaltsstatus und Staatsbürgerschaft vor neue und alte Fragen. Die Podiumsdiskussion und die Erfahrungsberichte von unseren Gästen wie Mirza Metin (Theaterautor), Cemil Özdemir (Kriegsdienstverweigerer), Dr. Nevra Akdemir (Universität Osnabrück, Akademiker*innen für den Frieden) und Aslı Telli (Universität Siegen, Akademiker*innen für den Frieden) werden uns ein lebendiges Bild über die Situation vermitteln. Die Veranstaltung wird von Tayfun Guttstadt (KulturForum TürkeiDeutschland e.V.) moderiert und von Çiler Fırtına übersetzt.

Türkiye’de yaşayan insanların temel haklarının kısıtlanması ve baskı altında bulunmaları “New wave” yani “Yeni Dalga” adında yeni bir göç dalgası oluşmasına sebep oldu. Ancak Almanya’ya gelen bu insanlar, burada dışlanma ile ve demokratik haklarının eksikliği ile karşılaşıyorlar. Buradaki göçmenlerin eşit bir şekilde Almanya’ya katılımı, vatandaşlık hakları ve ikamet durumları gibi eski veyeni sorunlar etkinlikte konu edilecektir. Mirza Metin (oyun yazarı), Cemil Özdemir (Vicdani retçi), Dr. Nevra Akdemir (Osnabrück Üniversitesi, Barış Akademisyenleri) ve Aslı Telli (Siegen Üniversitesi, Barış Akademisyenleri) gibi misafirlerimiz tarafından yaşanan durumlar panel şeklinde dinleyicilerimizle paylaşılacaktır. Panel dili Almancadır ancak tüm katılımcıların panel kurallari çerçevesinde Türkçe konuşmaları serbesttir.

 

In Gedenken an Hrant Dink


Vor 12 Jahren, am 19. Januar 2007, wurde der armenische Journalist Hrant Dink vor dem Gebäude seiner Zeitung »Agos« in Istanbul erschossen. Auch wenn der Mörder gefasst und verurteilt wurde, wurden die Drahtzieher im Staatsapparat bis heute nicht zur Verantwortung gezogen. Das hat Gründe. Hrant Dink setzte sich stets für die Versöhnung zwischen Armenier*innen und Türk*innen ein, thematisierte kompromisslos die Verantwortung der Täter am Genozid damals und forderte unermüdlich die Demokratisierung der Türkei.

Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur von »Cumhuriyet«, hat eine Auswahl von Hrant Dinks Texten zusammengestellt, kontrastiert durch Protokolle des Prozesses gegen die Mörder.

Der Abend wird durch zwei Filme, ein Podiumsgespräch und ein Konzert gerahmt. Der Kurzfilm Im Schwalbennest (2007) erzählt von dem armenischen Waisenhaus bei Istanbul, an dessen Aufbau Dink selbst als Kind beteiligt war. Der Film Ein Chor (1996) über einen armenischen Chor in Paris vermittelt einen Eindruck vom Leben in der Diaspora.

Neben Anadolu Türküleri Lieder aus Anatolien sind in diesem Jahr auch KulturForum TürkeiDeutschland, medico international, Avrupa Postasi und arti49.com Mitveranstalter der Gedenkfeier für Hrant Dink in Frankfurt - mit Can Dündar, Banu Güven, Raffi Kantian, Cem Özdemir und Osman Okkan. Den musikalischen Teil übernehmen Lale Koçgün & Ensemble mit armenischen, kurdischen und türkischen Liedern.

Ticket-Reservierungen unter 0177 89 37 490

Eintritt: 15,00 Euro

Titus Forum
Walter Möller Platz 2
Nordwestzentrum
60439 Frankfurt am Main

 

Gedenken - Dialog - Gerechtigkeit


 

In Gedenken an Hrant Dink

Am 19.01.2020 jährt sich zum 13. Mal der Tag, an dem der armenische Journalist Hrant Dink in Istanbul auf offener Straße Opfer eines Mordanschlags wurde.

Bis heute wurden einzelne Personen, so auch der damals 17-jährige Ogün Samast als mutmaßlicher Auftragsmörder wegen dieser Tat angeklagt und verurteilt. Der Prozess, bei dem die wahren Täter und Auftraggeber dieses Mordes offenbar nach wie vor verschleiert werden, dauert jedoch immer noch an.

Die diesjährige Veranstaltung mit Beiträgen von Dogan Akhanli (Szenische Lesung aus „Annes Schweigen“ mit Dilan Yazıcıoğlu), Berivan Aymaz (MdL) Can Dündar (Journalist), Raffi Kantian (Autor und Vorsitzender der Deutsch-Armenischen-Gesellschaft) und Osman Okkan (Video-Collage „in memoriam Hrant Dink“) in Köln findet am 18. Januar 2020 um 16 Uhr in der Alten Feuerwache statt. Den musikalischen Teil gestalten Nare Karoyan (Piano) und Judith Hoffmann (Gesang).

Veranstalter: Hrant-Dink-Forum Köln, KulturForum TürkeiDeutschland, Tüday - Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V., Integrationsagentur AWO Mittelrhein und Multikulturelles Forum
Unterstützt durch: Deutsch-Armenische Gesellschaft, Armenische Gemeinde Köln, VHS Köln

Alte Feuerwache Köln
Großer Saal
Melchiorstraße 3, 50670 Köln
Eintritt: 10,00 Euro (nur Abendkasse)

 

Fidelio - Oper in zwei Aufzügen


 

Die erste FIDELIO-Inszenierung des Beethoven-Jahres 2020 sorgte bundesweit für großes Aufsehen. In einer fulminanten Inszenierung geht das Team um Regisseur Volker Lösch "mit Beethoven über Beethoven hinaus", indem es FIDELIO mit aktuellen Geschichten von politischen Gefangenen in der Türkei und deren Angehörigen auflädt!

Siehe auch => Theater Bonn

 

 

EGMR: Freiheit für Osman Kavala


 

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte fordert:
Sofortige Freilassung Osman Kavala

Seit mehr als zwei Jahren ist Osman Kavala als vermeintlicher Drahtzieher der Gezi-Proteste im Hochsicherheitsgefängnis in Silivri/Istanbul inhaftiert. Er ist gemeinsam mit dem Journalisten Can Dündar, der Architektin Ayşe Mücella Yapıcı, dem Schauspieler Mehmet Ali Bora und weiteren 12 Personen angeklagt, einen gewaltsamen Umsturz der verfassungsmäßigen Ordnung betrieben zu haben. Präsident Erdoğan hatte unmittelbar nach den Gezi-Prozessen Kavala als "roten Soros" und Hauptverantwortlichen für die Proteste bezeichnet und seine Verurteilung gefordert.

Die Anschuldigungen und die in der Anklage erhobenen Vorwürfe gegen Kavala und die weiteren Gezi-Angeklagten entbehren jedoch auch nach Ansicht internationaler Juristenorganisationen jeder juristischen Grundlage.

Ähnlich sieht dies auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), der mit seiner Entscheidung vom 10.12.2019 bestimmt hat, dass die Inhaftierung von Osman Kavala verschiedene Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt, u.a. das Recht auf Freiheit und Sicherheit sowie auf ein zügiges und faires Verfahren. Aus diesen Gründen hat der EGMR die Republik Türkei aufgefordert Osman Kavala unverzüglich aus der Haft zu entlassen. Dies ist bis heute nicht geschehen.

Die nächsten Verhandlungstage im Gezi-Prozess sind auf den 24. und 25. Dezember 2019 terminiert.

Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Bericht von Christiane Schlötzer in der Süddeutschen Zeitung.

Den vollständigen Text der Entscheidung des EGMR finden Sie hier: EG für Menschenrechte. Geben Sie hierzu unter der Stichwortsuche „Osman Kavala“ ein.

Foto © bianet

 

Das KulturForum TürkeiDeutschland auf der Frankfurter Buchmesse!


 

16.-20. Oktober 2019, Halle 3.1 J2
Die größte Buchmesse der Welt hat ihre Tore heute eröffnet und das KulturForum TürkeiDeutschland ist wieder mit einem interessanten Rahmenprogramm vertreten.

Unter dem Motto #FreeWordsTurkey bezieht das KulturForum in Zusammenarbeit mit Amnesty International in Deutschland, der Akademie der Künste, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen sowie in Zusammenarbeit mit dem Belge-Verlag und dem Multikulturellen Forum e.V. Stellung für Demokratie und Meinungsfreiheit in der Türkei.

Unser Gesamtprogramm mit zahlreichen Autoren und Journalisten sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Website FreeWordsTurkey:
www.freewordsturkey.com

Wir freuen uns, Sie auf der Frankfurter Buchmesse begrüßen zu dürfen.

 

 

Netzwerk Exil: Türkei


 

Das vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt „Beratung Zuflucht suchender Menschen“ des KulturForums TürkeiDeutschland e. V. richtet sich an Menschen aus der Türkei, die aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Das Projekt bietet in Nordrhein-Westfalen Hilfestellungen und Beratung an, um sich in der aufnehmenden Gesellschaft in zurechtzufinden.

Gleichzeitig soll durch das Projekt bürgerschaftliches Engagement gefördert und die Integration der Klient*innen in der Kölner Stadtgesellschaft gestärkt werden. Besondere Sprechstunden mit erfahrenen Expert*innen finden nach einer Terminvereinbarung über das Kontaktformular für Akademiker*innen jeweils Dienstags von 12.00 bis 14.00 Uhr und für Künstler*innen, Journalist*innen u.a. von 14.00 bis 16.00 Uhr statt.

Weitere Infos

http://www.netzwerk-exil-tuerkei.nrw

 


Aktuelles auf facebook


Auf facebook und Twitter ist das KulturForum mit aktuellen Berichten, Terminen und Links vertreten.

 


#FreeWordsTurkey


 

Besuchen Sie uns auch auf unserer Seite =>

freewordsturkey.com

 

Das AKP-Regime konfisziert auch Rentenzahlungen an Ragıp Zarakolu


 

Der Verleger Ragıp Zarakolu ist den Herrschenden in der Türkei schon immer ein Dorn im Auge - sein Verlag Belge Yayınları hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch die dunklen Kapitel der türkischen Geschichte zu beleuchten, wie den Völkermord an den Armeniern. Zahlreiche Klagen haben seine verstorbene Frau Ayse Zarakolu (Internationaler Preis für publizistische Freiheit 1998) und er über sich ergehen lassen müssen. Ragip Zarakolu floh zuletzt vor der sicheren Haft in der Türkei nach Schweden und ist seit mehreren Jahren mit seinem Verlag an einem gemeinsamen Stand mit dem KulturForum ("freewordsturkey") bei der Buchmesse Frankfurt vertreten. Der türkische Staat hat nun in seiner Abwesenheit neben Teilen seines verbliebenen Besitzes auch seine Rentenzahlungen beschlagnahmt. (Foto: Hürriyet)

Details in der Cumhuriyet vom 25.12.2019 (Türkisch)

 

 

Verfolgte brauchen Solidarität


 

In der Türkei hat sich die Menschenrechtslage drastisch verschlechtert. Das Recht auf freie Meinungsäußerung gerät immer mehr unter Druck. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung vehement gegen alle regierungskritische Stimmen und Oppositionelle vor. Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen werden verboten, zahlreiche Firmen unter Zwangskuratel gestellt.

Bisher sind rund 125.000 Staatsbedienstete suspendiert und rund 41.000 Personen festgenommen worden, fast 200 Journalisten sind in Haft. Unter den Dekreten des Ausnahmezustandes können Verhaftete bis zu 30 Tage ohne Gründe festgehalten werden. Die Rechte der Gefangenen auf ein faires Verfahren werden unterminiert. Viele Inhaftierte warten teilweise seit Monaten auf eine Anklageerhebung.

Deshalb haben litCologne und das KulturForum TürkeiDeutschland einen Rechtshilfefonds initiiert. Mit diesem Fonds werden Verfolgte im Hinblick auf die Verteidigungskosten unterstützt. Ein unabhängiges Gremium, zu dem auch Günter Wallraff, RAin Rafaela Wilde, Bernd von Grünberg und Rainer Osnowski gehören, entscheidet über die Vergabe und berichtet halbjährlich über die Aktivitäten.
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Wir danken für Ihre Unterstützung.

Eine Kooperation von litCologne und KulturForum TürkeiDeutschland e.V.

 

 


"Mir wurden Jahre meines Lebens gestohlen"


 

Osman Kavala ist eine der prägendsten Figuren der türkischen Zivilgesellschaft. Seit Oktober 2017 sitzt er im Gefängnis von Silivri in Untersuchungshaft. Die türkische Justiz wirft ihm vor, die Gezi-Park-Proteste im Jahr 2013 finanziert und initiiert zu haben - mit der Absicht, die türkische Regierung zu stürzen. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) kam am 10. Dezember zu dem Urteil, dass Kavala aus "politischen Gründen" verhaftet wurde. Seine Inhaftierung diene dazu, "die Menschenrechtsverteidiger zum Schweigen zu bringen". Das europäische Gericht forderte seine "sofortige Freilassung". Die DW besuchte den türkischen Kulturmäzen und Geschäftsmann im Gefängnis und sprach mit ihm exklusiv über sein Gerichtsverfahren, das Leben im Gefängnis und über sein zivilgesellschaftliches Engagement.

Das Interview (>> LINK)

 

 

Erdogans AKP: Eine Partei verändert die Türkei | Doku | ARTE


 

Bis vor wenigen Jahren trat die Türkei als zuverlässiger Partner der Europäischen Union auf. Doch seit 2016 schreitet ihre Transformation unter Präsident Recep Tayyip Erdogan voran. 2023, zum 100. Jahrestag der türkischen Republik, soll sich eine "neue Türkei" zeigen. Welche Rolle wird Erdogans AKP dabei spielen? Die Doku von Osman Okkan und Halil Gülbeyaz hinterfragt die Motivationen, Mittel und Ziele der AKP.

(>> LINK)

 

Gülen gegen Erdogan - Die freundlichen Islamisten? | Doku | ARTE




Die Gülen-Bewegung war bis 2016 eine Stütze des Erdogan-Regimes, heute ist sie Staatsfeind Nr. 1. Hunderttausende Anhänger wurden nach dem Putschversuch verfolgt, Tausende flohen ins Ausland. Tot ist die Bewegung damit aber nicht. Ist die Gülen-Bewegung eine radikale Sekte oder, wie sie behauptet, eine friedliche Einrichtung, die auf Völkerverständigung und Bildung basiert? Eine Doku von Osman Okkan und Halil Gülbeyaz.

(>> LINK)

 

"Ich kann jeden Moment ins Gefängnis kommen"


"Ich glaube an das, was ich tue. Und wenn du tust, woran du glaubst, wird dir sogar dein Gegner Respekt zollen. Das habe ich oft genug erlebt. Ich bin zum Beispiel noch nie von einem Richter beschimpft worden, der mich verurteilt hat. Sie alle haben die Strafen gegen mich mit Bedauern ausgesprochen." - Eren Keskin

Das Interview (>> LINK)

 

 

Friedenspreisträgerin in der Türkei zu Haft verurteilt


Vor wenigen Wochen noch hatte die Vorsitzende der türkischen Menschenrechtsstiftung Şebnem Korur Fincanci den Hessischen Friedenspreis in Wiesbaden bekommen. Nun wurde die Menschenrechtlerin in der Türkei zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Vorwurf: "Terrorpropaganda".

Fincanci hatte im Jahr 2016 die Friedenspetition "We will not be a party to this crime" unterschrieben. Sie ist eine von über 1.000 Akademikern, die diese Friedenspetition unterzeichnet haben. Laut Medienberichten muss sie die Haft tatsächlich antreten.

(>> LINK)

 

 

"Wenn dein Land nicht mehr dein Land ist oder Sieben Schritte in die Diktatur"


 

Das neue Buch von Ece Temelkuran 

Erscheinungsdatum: 01.04.2019
... und im März kommt die brillante Autorin nach Deutschland!

(>> LINK)

 

KulturForum TürkeiDeutschland e.V.  Niederichstr. 23 . D - 50668 Köln . phone +49 (0)221 - 12 09 06 80 . fax - 139 29 03 . info@das-kulturforum.de